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Praxistest: Spyder3 Pro Monitor-Kalibrierung PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 12. August 2008

(mpgtext/cb) Keine Frage - es gibt wesentlich ausgefeiltere (und um ein Vielfaches teurere) Kalibrierungstools für Monitore. Aber die Spyder3pro - Suite von Datacolor erledigt den Job, Monitore auf einen (Farb-) Standard einzustellen, bemerkenswert unkompliziert, schnell und konsistent. Ich selbst benütze den Spyder für Desktop und Notebook - und im Kreis meiner Kollegen sind noch zwei weitere dieser Tools im Einsatz. Im Fofgenden mein Bildbericht aus der Praxis.

Wer sich wundert, dass seine Fotos auf dem Monitor anders aussehen als auf dem Kameradisplay, hat oft gar nichts beim Fotografieren falsch gemacht - sondern schlichtweg vergessen oder versäumt, seinen Monitor zu kalibrieren. Der Spyder3pro kommt zum Preis von unter 150 Euro mit der Software samt eingebauter, brauchbarer Dokumentation sowie dem Messgerät, dem sogenannten Colorimeter, in stabiler, im Praxiseinsatz sehr tauglicher Ausführung.

Das Spyder-Colorimeter besitzt einen vergleichsweise grossflächigen Sensor und einen Saugnapf, um es am Bildschirm zu befestigen. Weil ich aber meine empfindlichen TFT-Monitoroberflächen nicht verkratzen will, habe ich die zweite Messanordnungs-Option gewählt: Der Saugnapf lässt sich abnehmen; das Colorimeter wird dann einfach über die Kante des Monitors gehängt. Ein (verschiebbares) Gegengewcht am langen Kabel hält das Messgerät in Position. Samtartige Auflagepolster an der Unterseite verhindern, dass das Colorimeter Kratzer auf dem Schirm hinterlässt.

 

Ein Utility im Systemtray warnt, wenn (einstellbare) Kalibrierungsintervalle überschritten worden sind - ausserdem lässt sich damit feststellen, ob die bei der aktuellen Arbeit herrschenden Lichtbedingungen mit denen bei der Kalibrierung übereinstimmen. Ein "Umgebungslichtsensor" im Spyder3-Colorimeter misst die Arbeitsplatzbeleuchtung: Für mich ist dieses "Ambient Light Measurement" nichts als Marketing-Gedröhne, weil ich grundsätzlich unter gleichen Bedingungen Fotos bearbeite.

Die Software ist "idiotensicher" und fragt ab zunächst ab, welcher Typ von Monitor mit welchen vorhandenen Hardware- oder Software-Einstellmöglichkeiten kalibriert werden soll; ausführliche Hilfetexte sind stets im Kontext abrufbar.

Danach führt die Software durch die Luminanz-Einstellungen; auch hier wird alles gut erklärt.

 

 

Bevor der rund fünfminütige, automatisch ablaufende Mess- und Kalibrierungsvorgang startet, fragt die Software noch die Befestigungsoption ab. Nach dem Messvorgang kann man das neue Farbprofil mit den kalibrierten Werten speichern. Voila. Die Beschreibung des ganzen Vorgangs ist komplizierter als die Kalibrierung selbst. Für mich ist der Spyder3pro eines der nützlichsten Tools für die Foto-Arbeit am Computer.

Den Spyder3Pro gibt's für rund 143 Euro bei Amazon.de



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