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Praxistest: AF-S DX Nikkor 16-85 mm f/3,5-5,6 G ED VR PDF Drucken E-Mail
Freitag, 27. Juni 2008

(mpgtext/cb) Mit diesem Artikel beginnt eine neue Serie auf mpgtext.de: In loser Folge stellen wir die Objektive vor, die wir im täglichen Einsatz benutzen oder über einen längeren Zeitraum in der Praxis getestet haben.

Dabei interessieren uns nicht so sehr Labor-Ergebnisse (die wir mangels eines Optik-Labors eh' nicht in vernünftiger Messqualität liefern könnten), sondern vielmehr die Praxistauglichkeit im bildjournalistischen Alltag. Den Anfang macht das DX-Nikkor 16-85 mm VR.

Die Bildstabilisierungs-Funktion ist eines der herausragenden Features dieses alles andere als preisgünstigen Nikon-Objektivs: Sie funktioniert nämlich - selbstverständlich subjektiv empfunden - definitiv besser als die des im selben Preissegment liegenden 18-200 VR.

1/20s sind mit eingeschalteter VR bei diesem Objektiv durchaus "drin".

Noch etwas fanden wir quer durch die mpgText-Redaktion besonders bemerkenswert am 16-85 VR: Das Objektiv hat vergleichsweise sehr gute Abbildungseigenschaften, ist im Weitwinkelbereich ausserordentlich scharf.

Bei geringer optischer Verzerrung: Natürlich bemerkten wir eine ganz leichte tonnenförmige Verzerrung bei 16 mm und ebenso geringe kissenförmige Verzerrungen im Rest des Zoombereichs - die Abbildungsleistung schlägt aber die des 18-200 VR um Längen.

Die Verarbeitung des Objektivs (das sich, weil DX, nur eingeschränkt für Vollformat-Kameras wie die D3 eignet) ist Nikon-typisch gut, das Kunststoff-Filtergewinde hat uns nicht gestört. Ein Schutzfilter (den zumindest der Chef sowieso aus Gewohnheit auf allen seinen Linsen hat) ist wegen des sehr exponierten Frontelements zu empfehlen.

Der Autofokus des 16-85 mm arbeitet gut, präzise und schnell, der Zoomring und der manuelle Fokus ebenso. Der maximale 1:4-Masstab, den das 16-85 mm VR bietet, ist ein nettes und manchmal auch recht nützliches Feature.

Negativ aufgefallen angesichts des vergleichsweise deftigen Preises (immerhin bietet das dagegen spottbillige 18-55 VR fast dieselben optischen Leistungen bei etwas kürzerem Brennweitenbereich): Im Bereich zwischen 16 und knapp 20 mm vignettiert das 16-85 mm deutlich, der Helligkeitsabfall ist insbesondere im extremen Weitwinkel enorm: Erst bei (mindestens) Blende 8 lässt das nach.

Wer ein sehr kompaktes, gut verarbeitetes und vor allem scharfes Nikkor in diesem Brennweitenbereich braucht, ist mit dem 16-85 mm VR dennoch - mit den genannten Einschränkungen - gut bedient.

 

 

 



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