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Von Martin P. Gerner
Über's Wochenende habe ich mir von einem Kollegen einen der preisgünstigsten GPS-Empfänger ausgeliehen , der für Nikon-Kameras derzeit auf dem Markt erhältlich ist. Das Fazit in Kürze vorweg: Das di-GPS basic der Firma dawntech aus Hong Kong funktionierte auch im absoluten Mistwetter auf der Schwäbischen Alb tadellos.
Das inklusive Versand (aber ohne Zoll und deutscher Mehrwehrtsteuer) rund 158 Euro teure Gerätchen - eine halbe Zigarettenschachtel groß) wird über die 10polige Buchse der D200 angeschlossen und vom Kameraakku mit Strom versorgt. Empfängt es ein GPS-Signal - das selbst unter dem schwer bewölkten Himmel der Alb am Sonntag innerhalb von 70 Sekunden einwandfrei stand - wird auf dem oberen Display der D200 ein "GPS"-Icon dargestellt - und die Position in die EXIF-Daten des Bilds geschrieben.
Die Genauigkeit entsprach der meines Navis im Auto - allerdings ist mir aufgefallen, dass nach dem Ausstecken und Wiederanschließen die aufgezeichnete Position unterschiedlich war, obwhl ich mich bei diesem Test keinen Zentimeter bewegt hatte. Jürgen (dem Kollegen) ist das auch aufgefallen - "könnte aber auch am GPS-System an sich liegen" hat er vermutet. Als Erinnerungshilfe für den Ort, an dem man geknipst hat, ist das Ding ausreichend genau..
Negativ aufgefallen ist mir zuerst das Gehäuse (Bauart Hobbyelektroniker-Gehäuse) - und auch, dass am Blitzschuh schon eine Seite einen Riss aufwies. Jürgen hat meinen Verdacht, dass das di-GPS basic alles andere als robust scheint, bestätigt. Funktionieren tut es nach zweimonatigem Gebrauch jedenfalls noch.
Richtiggehend ärgerlich ist, dass der GPS-Empfänger keinen eigenen elektromechanischen Ausschalter hat. Das bedeutet: Ist die Kamera eingeschaltet, saugt das di-GPS basic den Akku leer. Auch, wenn die DSLR im Standby-Betrieb läuft.
Mit GPS bin ich höchstens auf die Hälfte der sonstigen Akkulaufzeit gekommen. Und damit ist man bei der D200 (wahlweise der Fuji S5 Pro) ja sowieso nicht gerade grosszügig gesegnet.
Würde ich mir das Ding kaufen? Da ich bereits mit einer "konservativen" GPS-Lösung über Kabel und normalem Handheld versorgt bin und GPS beim Fotografieren kaum nutze, weil ich es in 99, 9 Prozent meiner Fotosituationen dank (bisher) gutem Gedächtnis nicht brauche, ist die Frage eine hypothetische.
Eher nicht: Erstens ist bei GPS-Geräten der Preisverfall rasant - wer wartet, bekommt in einem halben Jahr sicher dieselbe Leistung deutlich billiger. Zwotens hat mich das Gehäuse abgeschreckt - und am allermeisten, dass die D200 mit montiertem di-GPS basic noch mehr Strom frisst als sowieso schon.
Das di-GPS basic, das mit der D3, D300, D2XS, D2X, D2HS und D200 sowie der Fujifilm S5 Pro kompatibel ist, gibt's direkt von dawntech zum Preis von rund 158 Euro vor Zoll und Steuern, im Endeffekt beim niederländischen Fotohändler Foto Konijnenberg mit 149 Euro plus Versand sogar noch ein paar Euro günstiger. Im Moment der Veröffentlichung meines Erfahrungsberichts war das Teil im Versand bei Konijnenberg allerdings nicht zu haben.
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