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Alleskönner: Picture Porter Elite PDF Drucken E-Mail
Montag, 9. Juni 2008

Von Martin P. Gerner

Es gibt (fast) nichts, was der Picture Porter Elite nicht kann: Kaffeekochen zum Bespiel wäre eine nette Zugabe beim nächsten Update... Im Ernst: Seit mehr als einem Jahr ist das High-Tech-Gerät auf allen Fototouren mein treuer Begleiter. Hauptsächlich setze ich meine 160 GB-Version (kostet umgerechnet 240 Euro) als Image-Tank ein - da funktioniert das Teil der amerikanischen Spezialfirma Digital Foci im täglichen, ruppigen Dauereinsatz völlig klaglos und zuverlässig.

 

 

 

Neben den SD- und CF-Karten meiner Nikons und Fujis "frisst" das ziemlich genau zwei D40-Ladegeräte grosse Gerät noch sieben (!) andere Kartenformate. Praktisch: Sofort nach dem Einschieben einer Karte geht der Picture Porter Elite in den Überspielmodus und sichert die Karteninhalte in jeweils eigenen, logisch benannten Verzeichnissen auf der Festplatte.

Selbstverständlich zeigt er auch RAW-Formate aller gegenwärtigen DSLRs an. EXIF-Daten werden auf Wunsch eingeblendet, man kann Fotos drehen, zoomen, in einer "Diaschau" anzeigen lassen s0wie (über PictBridge und USB) direkt ausdrucken.


Das Display mit einer Diagonale von 3,6 Zoll ist ausreichend hell und scharf, die Entspiegelung könnte besser sein, ist aber (für meine Augen) vergleichsweise gut. Der Picture Porter Elite - im Prinzip ein tragbarer Multimedia-Computer auf Basis eines Linux-Systems - wird über drei Wipptaster und einen Multifunktionsschalter recht intuitiv bedient, das Durchblättern von Bildern funktioniert schnell und ohne nervende Verzögerung.



Und mit erstaunlicher Dauerhaftigkeit: Den (auswechselbaren) LiIon-Akku muss ich höchstens einmal in der Woche laden; das Strom-Management des Picture Porter Elite ist also sehr gut. Das mitgelieferte Ladegerät stellt sich auf europäische, asiatische und US-Netze automatisch ein; hier in Deutschland hab ich zur mechanischen Anpassung an die Steckdose noch einen Stecker-Adapter für 60 Cent dazukaufen müssen.

Der Picture Porter Elite ist robust gebaut, sehr gut verarbeitet und recht elegant gestaltet. Mehr als eine nette Dreingabe ist das sehr funktionell gestaltete Etui aus Echt-Leder, das neben der superflachen Infrarot-Fernbedienung (jawoll, die meisten Funktionen lassen sich fernbedienen) auch Kopfhörer und Überspielkabel aufnimmt.



Kopfhörer? Überspielkabel?? Stimmt. Bei der manchmal endlosen Warterei auf Herrn XYwichtig oder Frau Rührmichnichtan kann ich mich nämlich vom Picture Porter bestens ablenken lassen: Der PPE ist ein vollwertiger (und gut klingender!) Musicplayer, spielt neben mp3 auch *.wma, *.m4a, *.aac und *.wav wahlweise in Stereo über die mitgelieferten Kopfhörer oder in Mono über den eingebauten Lautsprecher (Quääk!) ab. Der PPE nimmt Audio ebenso einfach auf; ein Mikrofon ist eingebaut.

Ein UKW-Stereo-Radio mit Senderspeicher ist ebenso vorhanden wie die Möglichkeit, Radiosendungen aufzuzeichnen. Videos spielt der PPE ohne Ruckeln in *.mpg, *.mp4, *.wmv, *.avi und *.mov mit einer Maximalauflösung von 720 x 480 Pixel ab - und er nimmt mit dem - ebenfalls mitgelieferten Anschlusskabel - auch Video beispielsweise von einem Fernseher samt Ton unkompliziert auf!


Das alles - sowie die Möglichkeit, den Picture Porter Elite als Backup-Gerät für beliebige Computerdaten zu verwenden - funktioniert wie gesagt dauerhaft problemlos und intuitiv. Die gedruckte, englische Bedienungsanleitung lässt auf 60 Seiten kaum eine Frage offen und erklärt alle Funktionen des PPE wirklich für "ganz Doofe". Den Support von Digital Foci (Firmware-Updates, Website, direkte Anfragen) habe ich als vorbildlich erlebt.

Falls es einer noch nicht gemerkt hat: Mit dem Picture Porter Elite, den es in Versionen mit 40, 80, 120 und 160 Gigabyte Speicherkazität gibt und den mein US-Händler Adorama in drei Tagen per UPS Express geliefert hat, bin ich hoch zufrieden.

Mit Ausnahme der Tatsache halt, dass er keinen Kaffee kocht!



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